13. Tag – Ruhetag

 

 

In In Kürze:

Provinz: Castilla y León

Stadtbesichtigung: Burgos
Provinz: Castilla y León

Wegstrecke: noch 499 km bis Santiago

Temperatur: am Nachmittag 40 Grad

Schuhwerk: Salomon Runners

Wasserkonsum:  2 Liter

Inventar an Blessuren:
linker Fuss: 1 grosse Blase an Ferse (1. Tag ohne Pflaster), kleine Blase am Aussenrist hinten (fast verheilt)

neu: kleine Blase an mittlerer Zehe

rechter Fuss: 1 mittelgrosse Blase hinten am Aussenrist (2. Tag ohne Pflaster), kleine Blase an mittlerer Zehe

Ich hab am Vorabend in ein gutes Hotel eingecheckt und bis 9h wie ein Bär geschlafen. Dann bin ich aufgestanden und hab das Frühstücks-Büffet ausgiebig genossen.

Café con leche darf auch nicht fehlen


Danach hiess es schon wieder auschecken und eine günstigere Herberge finden. Diese hab ich dann auch bald direkt am Camino gefunden, welcher in Burgos wie in den meisten anderen grösseren Städten durch die Altstadt läuft. Im Hostal Jacobeo fand ich für € 35 ein eigenes Zimmer aber mit Gemeinschaftsdusche / WC, das war ok.

Dann hab ich die historische Stadt Burgos besichtigt und mich gleichzeitig auf den Weg gemacht eine Lavandaria (Wäscherei) zu finden. Diese hab ich nach ca 20 Minuten Gehzeit vom Hostal gefunden. Leider war der Tumbler defekt, so dass ich die Wäsche auf meinem Balkon zum trocknen aufhängen musste. Zum Glück hatte ich 3 m Schnur dabei (Wäscheleine).


In kaum einer anderen Stadt am Jakobsweg, haben politische, wirtschaftliche und kirchliche Macht so eindrucksvolle Spuren hinterlassen wie in Burgos. Im Jahr 884 von Graf Diego Rodriguez Porcelos gegründet, wurde Burgos 1037 Hauptstadt der Grafschaft Kastilien und fungierte bis zum Ende der Reconquista (1492) als Residenzstadt des vereinten Königreiches Castilla y León. Erst die Verlegung der Hauptstadt nach Madrid (1561), Pestepidemien und die Vertreibung der letzten Mauren (1609) leiteten zu Beginn des 17 Jh. den wirtschaftlichen und damit auch den  Niedergang ein. Während des span. Bürgerkriegs (1936 – 1939) war Burgos der Sitz der nationalistischen Regierung Francos. Die in dieser Zeit angesiedelten Textil-, Chemie- und Gummifabriken (Firestone/ Bridgestone) machen Burgos bis heute zu einem wichtigen Industriestandort.




Das raue, kontinentale Klima hat Burgos den Beinamen la fria, die Kalte, eingebracht. Das habe ich selbst erlebt. In der Nacht sank das Thermometer auf 10 Grad während es am späteren Nachmittag auf 40+ stieg.


Das in jeder Hinsicht herausragendste Bauwerk von Burgos ist die Catedral de Santa Maria. Die 1221 unter König Fernando III begonnene und im 16 Jh. vollendete Kathedrale ist ein beeindruckendes Beispiel gotischer Baukunst. Die zwei 84 m hohen Türme der Westfassade sind das Wahrzeichen von Burgos.


Daneben gibt es eine Anzahl weiterer Kirchen und kirchliche Museen.

Ich habe mich damit begnügt die Santa Maria Kathedrale mit einer Führung zu besichtigen.  Den Rest des Tages hab ich mit Bummeln durch die Altstadt verbracht und abends hab ich mir vom ersten Hotel eine gute Adresse eines lokalen Restaurants in der Altstadr geben lassen. Im auch bei Einheimischen beliebten “la Verita” hab ich mir ein gutes Nachtessen gegönnt: ein 400 gr Rindsfilet mit Pommes und frischem Gemüse. Das Essen war himmlisch nur leider wurde der Teller Gemüse 10 Min vor dem Fleisch und Pommes gebracht. Egal, im Magen kommt sowieso alles zusammen. Dazu gab es feinen Rioja und zum Dessert gab es Quark mit frischen Früchten.




Zufrieden bin ich um 23h ins Bett, weil ich wusste ab morgen geht es ab in die Meseta, das span. Outback mit sehr heissen Tagestemperaturen, deshalb will ich früh aufstehen.

Buenos noches!