18. Tag

In In Kürze:
Provinz: Castilla y León
16. Etappe:  Terradillos de los Templarios bis Bercianos del Real Camino
Wegstrecke: 24 km noch 362 km bis Santiago
Schritte gelaufen: 41’167
Gewicht geschätzt: Eigengewicht 84 kg / 

Zuladung (Rucksack) 13 kg / Total 97 kg
Höhenunterschied: 50 m im Aufstieg und 110 m im Abstieg
Temperatur: morgens 6:30h nur 11 Grad / ab Mittag 35 Grad, ganzer Tag wolkenlos

 Schuhwerk: Salomon Runners

Wasserkonsum: 4 Liter
Inventar an Blessuren:

linker Fuss: 1 grosse Blase an Ferse (fast verheilt)

kleine Blase am Aussenrist hinten (fast verheilt)

Schürfung an Ferse: fast verheilt 
rechter Fuss: 1 mittelgrosse Blase hinten am Aussenrist (fast verheilt)
kleine Blase an 2. Zehe: besser

Weiterhin weite Getreidefelder mit nur wenigen Baumgruppen prägen das Landschaftsbild. Eine Etappe mit recht unspektakulären bis eintönigen Wegabschnitten. Sanfte Hügel und vereinzeltes Grün beleben die Landschaft.

Ich starte diese Etappe um 6:30 mit Hélène, um der Hitze bis 10h zu entfliehen.


Wir kommen mit gutem Schritt schnell voran 

Unendliche Getreidefelder prägen nach wie vor unseren Weg. Das Farbenspiel der Natur ist früh morgens prächtig.

In Moretinas sehen wir unterirdische Weinkeller “Bodegas” welche vor 2’000 Jahre also zur Römerzeit angelegt wurden. 

Am Ortseingang treffe ich Pater George aus Irland, welcher hier 1 Monat die vorbeiziehenden Pilger betreut und auch einen Stempel in den Pilgerpass macht. 

Die Bäume sind hier von den lokalen Frauen verziert worden.

Weiterhin prägen auch Windmühlen die Landschaft und ich bin mir mittlerweile sicher, dass Spanien einen Grossteil seiner Energie daraus gewinnt.

Dann treffe ich am Weg einen passenden Spruch vom deutschen Philosophen A. Schopenhauer: “Second Bar is always better”.

Zum Kaffee treffe ich mich mit bekannten Kolleginnen aus Frankreich, Australien und Italien

Später führt der Weg eine Zeitlang der Autobahn entlang. Zum Glück ist wenig Verkehr so dass man sogar unbedenklich auf die Fahrbahn stehen kann, um ein Foto zu machen.

Dann kommen wir zur Mittagszeit nach Sahagún wo mich eine Plastik über einen Pilger begeistert.

Zum Lunch treffen wir viele Pilger und gesellen uns zum Gruppenbild: Crocodile Dundee mit 5 Frauen aus Frankreich, Australien, Neuseeland, Holland und Dänemark

Die Brücke und Torbogen aus römischer Zeit sind noch weitgehend intakt

Dann überqueren wir den Rio Cea und laufen noch 2 Stunden entlang roter Erde bis zum Etappenziel nach Bercianos Del Real Camino.

Hier übernachte ich zum zweitenmal auf den Jakobsweg in einer christlich geprägten Unterkunft, die durch “Volentarios” also Freiwillge geführt wird. Die Übernachtung und Verpflegung sind gratis aber man ist angehalten etwas zu spenden. Zusätzlich sind alle Pilger verpflichtet bei der Vorbereitung des gemeinsamen Nachtessens mitzuhelfen.


Die “rules” werden einem auch gleich zu Beginn am PC mitgeteilt.

Alejandro ein Volentario aus Mexiko begrüsst uns herzlich

Die Schlafräume sind zweckmässig, rustikal und die sanitären Räume gross gestalten.

Zwei Jungpriester aus Frankreich und der Schweiz, die auch als Pilger unterwegs sind, kommen zu später Sünde aber noch rechtzeitig vor dem Nachtessen noch an. Mit dem ersten Schweizer seit ich unterwegs bin, hab ich mich kurz unterhalten. Er kommt aus dem Wallis und ist sehr nett. 

Ich  kümmere mich dann um meine tägliche Wäsche. Das Trocknen ist hier wirklich in Windeseile fertig.

Nach dem Nachtessen, dass nicht sehr üppig ausgefallen ist, gehen wir alle zusammen zum nähen Hügel, um gemeinsam den Sonnenuntergang zu geniessen bevor wir uns zur Ruhe legen



Buenos noches!